Schwangerschaftsbetreuung

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Zusätzliche Untersuchungen

a) Toxoplasmosetest (Blut)

Untersuchung auf Immunität gegen eine lnfektion mit Toxoplasmen (Parasiten). Toxoplasmose-Erreger werden durch rohes Fleisch oder Kontakt mit Katzenkot (Gartenerde, Straßenstaub) übertragen. Die Erkrankung verläuft oft unbemerkt und ähnelt einem milden grippalen Infekt. Eine Erstinfektion mit Toxoplasmose in der Schwangerschaft kann beim ungeborenen Kind zu einer Entwicklungsstörung führen, die Sehstörungen oder sogar geistige Behinderung zur Folge hat.

b) Ultraschall auf Wunsch

Bei normalem Verlauf sind in den Mutterschaftsrichtlinien 3 Sonografien vorgesehen. Viele Eltern möchten ihr Baby verständlicherweise öfters sehen und die Entwicklung verfolgen … und ein Foto mitnehmen. Eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung zur Abschätzung der Gewichtsentwicklung des Kindes in der 34.-36. Woche ist sehr zu empfehlen. Es besteht die Möglichkeit einer 3D/4D Aufnahme.

c) Zuckerbelastungstest

Test zur sicheren Beurteilung. ob ein Schwangerschafts-Diabetes vorliegt. Sie erhalten eine abgemessene Glukoselösung zum Trinken, nach t Stunde Wartezeit in der Praxis wird der Blutzucker aus einer venösen Blutprobe in der Praxis gemessen.

d) Besondere Tests zur vorgeburtlichen Diagnostik

Risikoberechnung für Trisomie (Erst-Trimester-Screening)

Die Trisomie 21 (Down-Syndrom) beim Ungeborenen kann in jedem Lebensalter der Mutter auftreten, allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit mit dem mütterlichen Alter an. Eine Ermittlung des persönlichen Risikos über die reine Altersstatistik hinaus ist zwischen der 12. bis 14. Woche der Schwangerschaft möglich. Im Mittelpunkt steht die Ultraschalluntersuchung. Dabei werden neben der Nackentransparenz (kleine Flüssigkeitsansammlung im kindlichen Nackenbereich) auch weitere Hinweiszeichen, z.B. die Anlage des Nasenbeins gemessen. Parallel dazu können 2 Werte im mütterlichen Blut (die Konzentration des Eiweißstoffs PAPP-A u. des Hormons freies ß-HCG) die Risikoberechnung präzisieren. Durch Einbeziehung sämtlicher Marker beträgt die Trefffsicherheit 80-90%. Bei einer ermittelten deutlichen Risikoerhöhung wird dem Elternpaar eine Chromosomenanalyse durch Untersuchung von Mutterkuchengewebe oder Fruchtwasser zeitnah angeboten, mittlerweile kann dies sogar mit einer mütterlichen Blutprobe durchgeführt werden (PRAENA Test u.a.). Es ist wichtig, dass Sie sich zuvor bewusst machen, in wie weit für Sie eine Wahrscheinlichkeitsaussage hilfreich ist und welche Konsequenzen Sie daraus ziehen würden. Dies ist die Grundlage, ob Sie überhaupt solch eine Untersuchung wünschen. Diese Thematik ist Teil der Beratung in der frühen Schwangerschaft. Ich vermittle Sie, falls gewünscht, zur Durchflihrung der Tests an eine zertifizierte Praxis.

Organultraschall/Feindiagnostik

Umfangreiche weiterführende differenzierte Organdiagnostik per Ultraschall ab der 21.Schwangerschafts-Woche. Diese Untersuchung wird bei bestimmten Indikationen veranlasst, z.B. bei Vorerkrankungen der Eltern, bei Paaren, die bereits ein krank geborenes Kind haben, bei Infektionen oder Medikamenteneinnahme in der frühen Schwangerschaft, bei Schwangeren, die älter als 34 Jahre alt sind. Dazu wird zu zertifizierten Spezialisten überwiesen.

Doppler-Ultraschall

Messung der Blutflüsse in mütterlichen u. kindlichen Gefäßen, um akute oder chronische Mangelzustände in der Versorgung des Ungeborenen festzustellen. Die Durchblutung kann farblich und graphisch dargestellt werden. Dieses spezielle Verfahren kann ich Ihnen im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung anbieten.

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Wir erwarten ein Baby!

Herzlichen Glückwunsch! Als werdende Eltern haben Sie natürlich viele Fragen und möchten sich auf das Leben mit dem Kind gut vorbereiten. Der werdende Vater ist zu den Untersuchungsterminen, wenn Sie dies wünschen, natürlich herzlich willkommen. Die ärztliche Betreuung in der Schwangerschaft ist darauf gerichtet, die Gesundheit von Mutter und Kind zu schützen, Krankheiten und Risiken rechtzeitig zu erkennen und Frühgeburten zu vermeiden. Dazu bestehen gesetzliche Vorgaben mit einem festen Aufgabenkatalog. Alle Untersuchungsergebnisse werden im Mutterpass eingetragen, den Sie möglichst immer bei sich tragen sollten. Bei Beginn der Mutterschaftsvorsorge erhalten alle Schwangeren in unserer Praxis einen individuellen Plan, der den errechneten Entbindungstermin und Beginn und Ende jeder Schwangerschaftswoche zeigt. Sie werden auch informiert, wann welche Untersuchungen anstehen und wann die Schutzfrist am Arbeitsplatz beginnt. Der Plan enthält auch eine schriftlichen Zusammenfassung der Möglichkeiten und Grenzen zusätzlicher Untersuchungen, über die ich Sie im Laufe der Schwangerschaft auch persönlich beraten werde. Alle berufstätigen Schwangeren erhalten ohne Kosten ein Attest für den Arbeitgeber und, soweit nötig, Hilfestellung bei Fragen oder Problemen am Arbeitsplatz.

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Betreuung durch Ärztin und Hebamme

Das Praxiskonzept beinhaltet auf Wunsch das Angebot der Betreuung Ihrer Schwangerschaft durch Frauenärztin und Hebamme. Bei Barbara Krug, mit der ich seit vielen Jahren unter einem Dach erfolgreich kooperiere, weiß ich Sie in guten Händen. Eine gemeinsame Betreuung fördert das Erleben der Schwangerschaft als einen natürlichen Vorgang, die Vorbereitung auf die Geburt und Nachbetreuung im Wochenbett bleiben “in einer Hand”. Treten doch einmal Beschwerden und Auffälligkeiten auf, kann das Betreuungsprogramm sofort angepasst werden, z.B. wenn spezielle Labortests oder Ultraschalluntersuchungen nötig werden, die Kommunikation ist reibungslos.