Vorsorge

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Ultraschalluntersuchung der Unterleibsorgane

Ausschluss von Zysten und Tumoren der Eierstöcke. Darstellung der Gebärmutter und der Gebärmutter-Schleimhaut (Endometrium). Ein erhöhtes Risiko für Polypen und Endometrium Krebs besteht bei Übergewicht und Zuckerkrankheit.

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Ultraschalluntersuchung beider Brustdrüsen

Darstellung von nicht tastbaren Tumoren oder Zysten der Brustdrüse. Dabei handelt es sich um eine sinnvolle Ergänzung, nicht um den Ersatz der Röntgenuntersuchung (Mammografie), die auch für jüngere Frauen ab dem 30.Lebensjahr geeignet ist, weil die Brustdrüse noch durch Hormone beeinflusst wird und deswegen eine dichte Struktur besitzt. Die Untersuchung kann beliebig oft wiederholt werden und ist schmerzlos. Eine Motivation zu dieser ergänzenden Untersuchung ist oft eine Brustkrebserkrankung in der Familie.

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Thin-Prep / HPV-Test

Beim Thin-Prep handelt es sich um einen verbesserten Labortest zur Früherkennung von schweren Zellveränderungen als Risiko für Gebärmutterhalskrebs. Der Zellabstrich wird gefiltert u. aufbereitet u. kann deshalb bei Bedarf ohne erneuten Arztbesuch für ergänzende Tests verwendet werden. Der Test zum Nachweis einer Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) kann die wesentliche Ursache für schwere Zellveränderungen entdecken. lch empfehle diese vorsorgliche Untersuchung erst ab 30, weil das Infektionsrisiko bei jüngeren Frauen anders beurteilt werden muss.

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Darmkrebsfrüherkennung immunologisch

Alternative zum klassischen Stuhltest (Hämoccult). Eine einzelne Probe erfasst Blutungen im gesamten Magen/Darm-Trakt.

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Welche vorsorglichen Untersuchungen gibt es?
Welche Tests sind für mich sinnvoll?

Das Untersuchungsangebot der Krebsfrüherkennung hat zum Ziel, eine Krebserkrankung von Gebärmutter, Eierstöcken, äußeren Geschlechtsorganen, Brust, Haut und Darm sehr früh bzw. in der Vorstufe zu erkennen und damit die Heillungschancen zu verbessern. Dieses Angebot startet mit dem Erreichen des 2o.Lebensjahrs. Es wird von allen Krankenkassen 1 mal im Jahr bezahlt und umfasst:

  • ab dem 20.Lebensjahr Zellabstrich vom Muttermund ( PAP-Smear), Abtasten der inneren Organe u. Informationen über die Möglichkeiten und Grenzen der Früherkennung
  • ab dem 30. Lebensjahr zusätzlich Abtasten der Brustdrüsen und Anleitung zur Selbstuntersuchung
  • ab dem 35. Lebensjahr Hautkrebs-Check bei zertifizierten Haus- und Hautärzten
  • ab dem 50. Lebensjahr alle 2 Jahre Mammografie-Screening. Dabei handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung, zu der Sie in ein spezielles Zentrum an Ihrem Wohnort schriftlich eingeladen werden.
  • ab dem 50. Lebensjahr zusätzlich Stuhltest auf Blut und Abtasten des Enddarmes
  • ab dem 55. Lebensjahr alternativ Darmspiegelung in zertifizierten Spezialpraxen

Ein weiteres Untersuchungsangebot besteht für Frauen im Rahmen der Empfängnisregelung, also bei Verhütungsfragen oder Kinderwunsch:

  • zwischen den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen, in der Regel also im Halbjahresintervall PAP-Smear und mikroskopischer Test auf Scheideninfektionen
  • bei jungen Frauen bis zum 25. Lebensjahr Untersuchung auf eine bakterielle Infektion mit Chlamydien
  • Beratung über Verhütungsmethoden und Alternativen
  • Blutuntersuchung auf ausreichenden Schutz vor einer Windpockeninfektion
  • Impfung gegen HPV ( Gebärmutterhalskrebs)

Dieses Untersuchungsprogramm bietet keine Garantie gegen Krebs. Wenn Sie sich jedoch informieren, regelmäßig an den für Sie wichtigen Untersuchungen teilnehmen und sich bei Beschwerden in ärztliche Behandlung begeben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ernsthafte Erkrankungen rechtzeitig gefunden werden: Gelegentlich können solche “Routine”-Untersuchungen auch falschen Alarm auslösen. Es ist also sinnvoll, sich vorher gut zu informieren. Vorsorgliche Untersuchungen bei eigentlich Gesunden sind aus der Sicht der Krankenkassen, die hier die Kosten tragen, etwas Besonderes. Sie müssen qualitativ standardisiert, überprüfbar und wissenschaftlich gesichert sein. Aus eigenen Vorerkrankungen, gehäuftem Auftreten bestimmter Erkrankungen in der Familie, evtl. bei besonderen Belastungen am Arbeitsplatz können sich für Sie individuelle Gesundheitsrisiken ergeben, die zusätzliche Untersuchungen sinnvoll erscheinen lassen. Dazu möchte ich Sie gerne beraten.

Diese individuellen Wahl-Leistungen, die zusätzlich zum Basisprogramm gewünscht sind, werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in Rechnung gestellt und von der Gesetzlichen Krankenkasse leider nicht erstattet.